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29.01.2009, 14:59

Ionenchromatographie-News: Bestimmung von Kohlenhydraten in Grund- und anderen Nahrungsmitteln


Ionenchromatographie als überlegene Methode

Die am weitesten verbreiteten Analysetechniken zur Bestimmung von Kohlenhydraten sind die Magnetischen Kernresonanz-Spektroskopie (1H-NMR), Fourier-Transform-Infrarot-Spektroskopie (FT-IR), Polyacrylamid-Gelelektrophorese (PAGE), sowie Gas- und Flüssigkeitschromatographie (GC/IC) mit anschliessender Massenspektronomie (MS). Während spektrometrische Methoden teure Geräte und hoch qualifiziertes Personal voraussetzen, erfordern gaschromatographische Methoden eine zeitaufwändige Derivatisierung. Als Alternative empfliehlt sich die Hochleistungs-Anionen-Austauschchromatographie, die günstiger als die Massenspektrometrie und schneller als gaschromatographische Methoden ist.

Methodische Herausforderungen

In stark alkalischen mobilen Phasen werden die anionischen Bestandteile des Zuckers auf einem positiv geladenen Anionenaustauscher getrennt. Geringfügige Unterschiede in den pK a Werten der Kohlenhydrat-Hydroxyl-Geräten ermöglichen die Auftrennung von niedermolekularen Sachhariden. Die Schwierigkeit besteht darin, eine Methode zu finden, welche eine einfache und ausreichend empfindliche Detektion der getrennten Kohlenhydrate erlaubt. UV- und Fluoreszenz-Detektion scheiden aus, weil weder Chromophoren noch Fluorophoren vorliegen. Der Refraktionsindex-Detektor wiederum ist mit dem Nachteil behaftet, dass er nicht empfindlich genug ist und Gradientenelution nicht möglich ist.

Amperometrische Detektion als vielseitig einsetzbare Methode

Da Kohlenhydrate elektrochemisch aktiv sind, lassen sich die oben genannten Schwierigkeiten mittels amperometrischer Detektion überwinden. Hierzu wird ein Verfahren angewendet, das als gepulste amperometrische Detektion (PAD) bekannt ist. Zunächst wird eine positive Spannung (E1) angelegt, um die Target-Analyten zu bestimmen gefolgt von einem zweiten, stärker positiven Impuls (E2), durch welchen die Reaktionsprodukte mittels Oxydation von der Elektrode entfernt werden. Ein dritter, negativer Spannungsimpuls (E3) dient schliesslich dazu, Oxide auf der Elektrodenoberfläche zu reduzieren. Der gesamte, dreistufige Prozess dauert in der Regel eine Sekunde und wiederholt sich im Sekundentakt, um eine Beschädigung der Elektrode zu verhindern. Neben Kohlenhydraten eignet sich PAD auch zur Bestimmung von Aminozuckern, Aminosäuren, biogenen Aminen, schwefelhaftigen Spezies,  Alkoholen und diversen Antibiotika.

Metrohm empfiehlt für diese Applikationen den 871 Advanced Bioscan.
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