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16.01.2009, 13:39

Thermometrische Titration macht die Titration komplett


Die thermometrische Titration hilft dort weiter, wo die potentiometrische Titration aufgrund unzureichender Reproduzierbarkeit der Ergebnisse an Grenzen stösst.

  • Freie Fettsäuren in Speiseölen oder Phosphat in Flüssigdüngern können selbst in niedrigen Konzentrationen mit hoher Reproduzierbarkeit und ohne Beeinträchtigung durch andere Ionen bestimmt werden.
     
  • Ätzlösungen auf Phosphorsäurebasis können in wässrigen Lösungen titriert werden
     
  • Zwei verschiedene Analyten (beispielsweise Sulfat und der Gesamtsäuregehalt) können in zwei aufeinanderfolgenden Titrationen bestimmt werden, ohne dass Sensor oder Probenlösung auszutauschen sind.

In all diesen Fällen kann ohne besondere Probenvorbereitung titriert werden, wobei die Ergebnisse sehr schnell vorliegen.

Schnell reagierende Sensoren

Bei der thermometrischen Titration wird kontinuierlich Reagenzlösung (Titrant) dazugegeben bis der Endpunkt erreicht ist. Dieser zeigt sich in einem Knick in der Titrationskurve, welcher sich ergibt, wenn der Temperaturverlauf in Abhängigkeit vom Volumen des zugegebenen Titranten aufgezeichnet wird. Die zweite Ableitung der Temperaturkurve ergibt den Endpunkt. Da der Temperatursensor eine Reaktionszeit von nur 0.3 Sekunden und eine Auflösung von 10 –5 hat, werden selbst kleinste Enthalpie-Änderungen zuverlässig erfasst.

Mit dem 859 Titrotherm bietet Metrohm ein bewährtes System für die thermische Titration und darüber hinaus zahlreiche Applikationen für die verschiedensten Branchen.